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© upmedia


Radio NDR 1 Niedersachsen
im Hexenhaus

   
   
Roter Wichtel macht grauen Novembertag bunt
Ursula Weiss berichtete im Radio über ein außergewöhnliches Hobby

„Glück gehabt“, dachte sich Ursula Weiss als sie beim Hörertelefon von NDR 1 Niedersachen durchkam. Dass daraus so schnell zweimal drei Minuten Hörfunkinterview werden, hatte sie nicht erwartet. Gleich zwei Übertragungswagen und NDR-Redakteurin Anja Westphal standen vor ihrer Haustür. Was unternehmen Sie, um einen grauen Novembertag bunt zu gestalten, lautete die Frage der Radioleute. Die Antwort darauf fiel nicht schwer. „Ich verwandle Harzer Flusssteine mit farbigen Motiven in kleine Kostbarkeiten“, sagte sie am Telefon und weckte damit die Neugier im Funkhaus.
„Bevor es an die Gestaltung geht, müssen wir erst einmal das Material zusammensuchen“, kündige die Hobbykünstlerin an und führte die Redakteurin an den Rand der nahegelegenen Innerste, in deren trockenem Altarm am Ortseingang von Wildemann sich reichlich steiniger Untergrund angesammelt hat. Und weil natürlich etwas Werbung für den Ort nicht schaden kann, hatte sich Ursula Weiss mit rotem Kopftuch und rosafarbenen Umhang als Harzer Kiepenfrau zurechtgemacht.
Das Klappern der Steine in der Kiepe und das Rauschen der Innerste kamen gut über die Mikrofone. Schnell noch ein kleiner historischer Exkurs über die Handel treibenden Frauen aus früheren Zeiten und die Zusammensetzung der im Fluss gefundenen Steine und schon waren die ersten drei Minuten über den Äther gegangen.
Während die beiden Übertragungswagen vor dem Hexenhaus Stellung bezogen, sortierten die Frauen drinnen ihre Ausbeute. Auf dem Tisch lagen bereits fertiggestellte Ausstellungsstücke zur Ansicht. Anja Westphal wollte aber nicht nur zusehen, sondern auch selbst tätig werden. „Ich bringe Dir ein von mir angefertigtes Stück mit“, versprach sie ihrer Moderatorinnenkollegin Julia Vogt, die den Ausflug im Funkhaus-Studio begleitete.
Ein Stein in Herzform war passend dafür. Die weiße Grundfarbe war ein richtiger Kontrast für den leuchtend roten Wichtel, der nun aus dem Serviettenmaterial ausgerissen, auf den Stein geklebt und festgedrückt wurde.
Die Arbeit ging direkt auf Sendung, so dass die NDR1-Hörer das Ergebnis miterleben und sich ausmalen konnten, wie sich der einst graue Stein in eine bunte Aufmerksamkeit verwandelte. Apropos: „Solche kleinen Geschenke sind schnell gemacht und freuen sich großer Beliebtheit“, wusste Ursula Weiss zu berichten.

Im Hexenhaus stehen
viele verschiedene Motive
zur Auswahl
   

Das TV-Team kommt an
 


Die Kamera schaut ganz genau hin

 

Das Kuchenblech ist belegt
 

Das haben wir gut gemacht

NDR-Fernsehsendung "DAS"

Bettina und die Harzer Hexen

von Bettina Tietjen

Die Straße steigt steil an, schraubt sich in engen Kurven durch den Tannenwald bergauf - wir sind mitten im Harz, unterwegs nach Wildemann. "Willkommen in Klein-Tirol" steht auf einer Holztafel am Straßenrand - ich fühle mich wie im Urlaub. Bis heute hatte ich noch nie von der Sage vom "wilden Mann" gehört, dem unheimlichen Wald-Riesen, von dem der kleine idyllische Ort seinen Namen hat.  

Als wir um die Ecke biegen, sehe ich sie schon: Vor dem Hotel-Restaurant "Rathaus" stehen sie Spalier: Ulla, Edda und Silvia, verkleidet als Harzer Hexen. Peter, der "wilde Mann", trägt eine Weste aus Fell, einen Hut aus Zweigen und einen Tannenrock. Schräg! Und natürlich Gitta, die Hotelchefin, die heute von ihren Freundinnen beschenkt wird: mit mir! Weil sie immer so fleißig und umtriebig in ihrem "Rathaus" kocht und organisiert und dekoriert und ihre Gäste verwöhnt, soll heute mal sie die Verwöhnte sein. Nach einem Schlückchen Sekt dirigieren wir sie in ihrer Küche auf einen Beobachtungsposten, von dem aus sie alles gut sehen kann. Eingreifen darf sie nicht.
Das fällt ihr sichtlich schwer.

Auf die Plätze, Schürze, los!

Die Harzer Hexen und ich hingegen fangen an zu wirbeln - auf die Plätze, Schürze, los! Alles ist perfekt vorbereitet. Die dreiMädelshaben sich für ein traditionelles Menü entschieden, regional und deftig. Von Ulla lerne ich, dass in eine Köhlersuppe außer Kohl nochSteinpilze, Rehfleisch, Knoblauch und Johannisbeeren gehören. Und während ich rühre und probiere, erfahre ich, dass Ulla und dieanderen Freundinnen den "Coup" von langer Hand geplant und Gitta damit überrascht haben. Die war erst mal geschockt, hat sich dann aber Gott sei Dank auf Frau Tietjen gefreut!Nächster Gang: Edda weiht mich in die Kunst des Rouladen-Wickelns ein. Das Fleisch stammt von rotem Harzer Höhenvieh und wird mal ganz anders mit Bärlauch-Pesto und Ziegenkäse gefüllt. Edda und die anderen Frauen sind zwar "Zugereiste", aber das schon seit 30 Jahren. Alle hier können sich ein Leben außerhalb von Wildemann kaum noch vorstellen: "Wir leben da, wo andere Urlaub machen, eigentlich paradiesisch!" So, ab in die Pfanne mit den Rouladen, jetzt muss ich mir von Silvia unbedingt zeigen lassen, wie die wilde Frau Klöße macht. Kartoffeln, die Hälfte roh, die andere gekocht, mit Ei, Salz und Muskat zu einer Masse geknetet - und dann das I-Tüpfelchen: in Butter geröstete Croutons als Füllung. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen! Dazu gibt´s Rotkohl mit Apfelmus von Fallobst – das schmeckt besonders köstlich! Als krönenden Abschluss haben die Damen Schmandkuchen geplant, Hefeteig, Schmand, Zucker, Butter! Als ich zaghaft das Wort "Kalorien" erwähne, lautes Gelächter! Idealgewicht ist ein ungemütliches Wort in dieser Runde. "Wenn man sich an uns stößt, holt man sich wenigstens keine blauen Flecken!"
Der Spruch könnte von mir stammen.

Kamera schweben über dem Hefeteig

Über mir, Ulla und dem Hefeteig schwebt übrigens der Kameramann, der auf eine Leiter gestiegen ist, um die Szene von oben zu filmen. Da plötzlich ein Knall - er hat mit der Kamera die Neonröhre aus der Halterung gerissen! Kaputt. Uups - so was kann passieren im Showgeschäft. Zum Glück hat Gitta mehr als eine Ersatzröhre im Keller! Die kleine Pause nutze ich, um einen Abstecher zum Bauern Beuse zu machen, dem Mann, dem wir die Wiedereinführung des legendären Harzer Höhenviehs zu verdanken haben. Zwischen der "Holden", dem "Clärchen" und all den anderen Kühen im Stall, die er wie seine Kinder hegt und pflegt, erklärt mir der Bauer, wie er jahrelang gekämpft und geackert hat, um diesen traditionsbewussten Hof aufzubauen. Dass er geschafft hat, was keiner für möglich gehalten hatte, macht ihn stolz. Ein engagierter, kluger, beeindruckender Mann.

Gemeinsam das köstliche Menü genießen

Jetzt aber schnell zurück in die Küche! Als alles fertig ist, habe ich das Gefühl, das lustige Frauentrio schon ewig zu kennen. Wir setzen uns zusammen mit der beglückten Gitta in ihrem hübschen kleinen Restaurant an den Tisch und lassen uns vergnügt vom wilden Mann Peter bedienen. Ein wirklich ausgezeichnetes Menü! Als ich das letzte Stückchen Schmandkuchen in mich hineinstopfe, bin ich so satt wie schon lange nicht mehr. Satt und glücklich, mal aus meinem Studio ausgebrochen zu sein und diese reizenden Menschen kennengelernt zu haben. Wilde Frauen, wilder Mann: danke für diesen schönen Tag im Harz!

  
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